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Dienstag, 1. Januar 2013

Tellerbilder - auf ein fettiges Neues Jahr 2013

Hallo liebe Stammleser und Zufallsleser,

auch wenn hier mehr Spinnen und Fledermäuse durch die Höhle huschen als neue Beiträge von mir - mein Leben mit Paleo geht mehr oder weniger unverändert fettig weiter.

Als "Beweis" stelle ich euch mal ein paar leckere Tellerbilder aus der letzten Zeit ein.


Und überhaupt:
Ich wünsche euch allen ein prima fettig-fröhliches Neues Jahr 2013!







Lammkeule aus dem Ofen mit grünen Butter-Bohnen
und Zwiebel-Brantensauce

Eismeergarnelen auf Fenchel-Apfel-Salat
mit selbst gerührter Cocktailsauce



Knusprige Entenbrust mit Pastinakenpüree


Antipastiplatte für meinen Schatz



Rumpsteak mit Butter und
Feldsalat mit geraspelter Pastinake und Majodressing



Fischfilet mit Juliennegemüse und Butterkaffee 



 Rindfleischeintopf mit Gemüse



 Geschmorte Beinscheibe aus dem Schnellkochtopf


Entenbruststreifen mit Fenchel-Zwiebel-Gemüse


Und für die Familie hatte ich diesen glutenfreien Kuchen kreiert:

Quark-Mandarinen-Kuchen mit Mandelboden

http://paleowiki.de/index.php/Quark-Mandarinen-Kuchen_mit_Mandelboden

und den:
Apfelkuchen mit Kastanienmehl


http://paleowiki.de/index.php/Apfelkuchen_mit_Kastanienmehl



Und was hast du so vor in diesem taufrischen Jahr?

Montag, 5. März 2012

Löwenzahn-Radicchio-Salat mit lauwarmen Zwiebeln

Winter meets Frühling





Radicchio hat einen leicht bitteren Geschmack und passt somit gut zu Löwenzahn, der jetzt im März Saison hat. Vor der Blüte im Garten ausgestochen verhindert man eine zu üppige Verbreitung und hat noch etwas Leckeres für den Salat.


Jetzt gibt es auch schon die ersten Freiland-Radieschen aus den milderen Ecken Deutschlands. 


Dass die Zwiebeln von letztem Jahr schon zum Auskeimen neigen und etwas weich sind, muss man wohl hinnehmen. Zu sehr ausgekeimte Zwiebeln pflanze ich aus und ernte das Zwiebelgrün als Salatzugabe, wenn es ca. 20 cm hoch und schön dunkelgrün ist.









Zuerst die Zwiebeln in Streifen oder Würfel schneiden und mit Knoblauch in einer Pfanne mit Butter, Butterschmalz oder Kokosöl bei milder Hitze anbraten. Sie sollen nur weich werden, nicht braun. Dann zum Abkühlen zur Seite stellen, sie kommen nur lauwarm über den Salat, damit der einerseits nicht zusammenfällt und andererseits das Fett nicht hart wird.

Den gewässerten Löwenzahn (nimmt die Bitterstoffe etwas weg und entfernt Erdreste) putzen und verlesen, Radieschen in Scheiben oder Streifen schneiden, Radicchio in mundgerechte Stücke schneiden.

Salatzutaten in einer Schüssel mischen, Herbamare Kräutersalz oder nur Meersalz darüberstreuen, Pfeffer und Kräuter nach Geschmack zugeben, mit wenig Apfelessig beträufeln. 

Pro Portion 3 - 4 Eier in einer Pfanne mit Butterschmalz braten, bis das Eiklar gestockt und unten leicht kross ist. Ich mag das Eigelb noch flüssig. Für eine Vorspeise genügen 1-2 Eier.

Die lauwarmen Zwiebeln (es gehen auch Schalotten, Frühlingszwieblen oder anderes Gemüse wie Paprika, Zucchini, Pilzen oder Fenchel) über den Salat geben und leicht durchmischen.

Den Salat portionsweise auf Tellern verteilen und mit den Eiern anrichten.  Sofort genießen, bevor der Salat zusammenfällt.

Mögliche Varianten gibt es viele, siehe auch im neuen PaleoWiki.

Samstag, 15. Oktober 2011

Zunge! Zunge! Nein, das ist nicht ekling, das ist LÄKKA!

Gestern habe ich beim Metzger u.a. eine frische Rinderzunge abgeholt. Ein Prachtstück mit blauem Stempel...


Völlig vergessen, die blutige Zunge zu knipsen...
Zubereitung:


Zunge waschen.


In einem großen Topf oder Schnellkochtopf


1 1/2 Liter Wasser mit Meersalz salzen und erhitzen


1 Bund Suppengrün putzen und grob zerkleinern
3 Lorbeerblätter

1 TL frisch gemahlener weißer Pfeffer
Zunge hineingeben, aufkochen



Im Schnellkochtopf braucht die Zunge ca. 1 Stunde, im normalen Topf bei milder bis mittlerer Hitze ca. 1 1/2 Stunden.




Die Zunge ist gar, wenn sich die plastikartige Haut leicht ablösen lässt.


Der Sud ist hinterher eine sehr leckere Brühe!


Wer mag, entfernt auch noch das drüsige Gewebe an der Unterseite.




Zunge in Scheiben schneiden, für Aufschnitt besser im Ganzen erkalten lassen.


Als Beilage gab es heute nur Blumenkohlpüree. 




Lecker wäre dazu eine Madairasauce, leider nicht für mich. Meerrettich-Sahne-Sauce (auch ohne mich) schmeckt auch dazu oder saftige Röstzwiebeln...


Kalt schmeckt sie lecker mit Remoulade oder als Fleischsalat.

Reste lassen sich auch zu Ragout Fin veredeln oder mit der Brühe als Suppeneinlage verwenden, vielleicht mit Eierstich und Juliennegemüse.




Donnerstag, 13. Oktober 2011

Asia-Suppe für Anonym

In den Kommentaren für mein Sambal Olek kam die Frage nach einer relativ verträglichen Asia-Suppe auf, hier kommt mein Rezept. 
Meine Tochter mag scharfe Suppe sehr gerne, die koche ich so für sie:




Hühnerbrühe kochen (kann man portionsweise einfrieren) 

evtl. etwas kleingewürfeltes Hühnerfleisch
TK Chinagemüse (ich habe meist das von EDEKA)
Omelette aus 1 Ei, Salz und Currypulver backen und fein würfeln
Bio-Tamari nach Geschmack
etwas Tomatenmark
etwas weißen Essig
Currypulver
gemahlene Korianderkörner
Knoblauch
Stevia (oder Zucker)
geröstetes Sesamöl (gibt's auch bio)
Sambal Olek nach Geschmack


Alles kurz aufkochen lassen und genießen.


Kohlenhydrat-Esser können auch noch Reis-oder Glasnudeln hinzugeben, die sind auch in wenigen Minuten gar.


Wer es noch exotischer mag, gibt noch frisch geriebenen Ingwer oder Zitronengras dazu.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Natural Messiah: Food Game

Natural Messiah: Food Game




Mit dem Essen spielt man ja auch nicht *gg*

Montag, 26. September 2011

Geschmorte Beinscheibe mit Broccoli

Ja, nach Jahren der Abstinenz habe ich mich heute mal wieder an dieses beliebte grüne Gemüse herangewagt. Es lag so prächtig im Gemüseregal und grinste mich mit seinem bunten Bio-Etikett an.


Und Bio war er fürwahr! Beim Abschnibbeln der Röschen kringelte sich auf ein Mal eine grüne Raupe auf meinem Schneidbrett.


Und nein, ich habe sie nicht mit gegart - trotz hohem Proteingehalt - obwohl unsere Vorfahren da wahrscheinlich nicht gezögert hätten. Ich habe sie einfach auf dem Balkon auf einem Blatt ausgesetzt.






Auch die dicken Stiele habe ich geschält und in Scheibchen geschnitten. Da sie etwas länger zum Garen brauchen, habe ich sie unten ins Wasser der Pfanne mit dem Dünsteinsatz gelegt und nur die Röschen obendrauf.






Deckel zu, die Herdplatte bleibt aber erst mal kalt..


Dann eine dicke rote Zwiebel pellen und in Streifen schneiden, in rotem Palmöl anbraten, 2 Knoblauchzehen grob gehackt zugeben, mitbraten.






Sind die Zwiebeln leicht angebräunt, die Beinscheibe zugeben und von beiden Seiten kurz anbraten. Salzen (heute mal mit feinem Himalayasalz) und mit Wildgewürz (Bio von Wagner) würzen. 






Mit 1/8 l Wasser aufgießen und im geschlossenen Schnellkochtopf ca. 25 - 30 Minuten garen, Topf abschrecken und öffnen. Der Broccoli braucht ca. 15 - 20 Minuten im mittelheißen Dampf, bis er knapp gar ist.






Beides auf dem Teller anrichten und den Broccoli mit feinem Salz und einem Schuss Olivenöl würzen.



Ganz habe ich die Beinscheibe natürlich nicht geschafft - aber das Mark habe ich genüsslich ausgesuckelt...

Mittwoch, 13. Juli 2011

Die pflanzliche Seite von LCHF


Gemüsemarkt (Wikipedia)
Als grobe Richtlinie kann man sagen, dass bei LCHF diejenigen Gemüse und Pflanzenteile verzehrt werden, die über der Erde wachsen. Die unterirdischen Pflanzenteile werden gemieden.

Das mit über und unter der Erde ist aber nur eine Daumenregel - wichtig ist der KH-Gehalt. Und der ist bei Knollengemüse, das als Speicherorgan für die Überwinterung von der Pflanze angelegt wird, meist höher als bei anderen Gemüsen. Oft findet sich dort auch Stärke (Kartoffeln, Süßkartoffeln) als Energiespeicher. Topinambur und Schwarzwurzel enthalten Inulin als Energiespeicher, sind also eigentlich LowCarb, werden aber oft schlecht vertragen (Blähungen), da die Darmflora von der Menge an Inulin leicht überfordert wird.

Reich an Stärke/KH sind auch alle Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Hafer, Reis, Hirse, Mais) und Pseudogetreide (Quinoa, Amarant, Buchweizen) und darum auch kein Bestandteil von LCHF, genau wie alle Hülsenfrüchte (Soja, Bohnen, Erbsen, Linsen, Kichererbsen), die neben ihren Eiweißgehalt auch immer mehr oder weniger Stärke enthalten.

Außerdem enthalten alle diese Speicherorgane oder Samen Anti-Nährstoffe (Gifte, hormonähnliche Stoffe und Chemikalien, die unseren Stoffwechsel empfindlich stören), die alle Fraßfeinde davon abhalten sollen, größere Mengen davon zu verzehren. Sie machen über kurz oder lang einfach krank. Denn sie sind anders als Früchte nicht dafür vorgesehen, gefressen zu werden. Sind sie nämlich erst mal im Verdauungstrakt des Fressfeindes angelangt, besteht für die Pflanze keinerlei Hoffnung auf Nachkommen mehr - ausgeschieden werden nur verdaute, tote Reste.

Daher meiden wir oben genannte Knollen und Samen komplett bei LCHF.

Das ist bei Früchten anders: die saftige und wohlschmeckende Fruchthülle soll Vögel und andere Tiere anziehen, die entweder die Frucht ganz verzehren (Beeren, Kirschen) und die enthaltenen Samen mit einem praktischen Düngerhäufchen wieder ausscheiden oder der Kern ist so unattraktiv (Pflaumen, Avocado, Mango), dass er unangetastet nach dem Verzehr des Fruchtfleischs irgendwo fallen gelassen wird. Damit dienen die Vögel und Tiere der Verbreitung der Samen: beide Seiten haben einen Nutzen davon.

Was wir heutzutage an Früchten im Garten oder im Supermarkt finden, sind die Produkte einer langen Zuchtwahl hin zu einem höheren Zuckergehalt, verbessertem Geschmack oder in neuerer Zeit bessere Lager- und Transportfähigkeit. Anders als unsere Vorfahren haben wir außerdem ganzjährigen Zugang zu unbegrenzten Mengen an Früchten, früher gab es sie nur in der Saison und in bescheidenen Mengen. Problematisch an den enthaltenen KH ist besonders die Fruktose, die in der Leber ähnlich wie Alkohol verstoffwechselt wird und in größeren Mengen genau so toxisch wirken kann.

Für unsere Gesundheit begrenzen wir daher unsere Auswahl auf die Sorten, die einen niedrigen KH-Gehalt haben und uns durch ihre sonstigen Inhaltsstoffe gesundheitliche Vorteile bieten. Dies finden wir hauptsächlich in Beerenobst: Blaubeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, die u.a. reich an Antioxidantien sind.

Nüsse und manche Samen (Leinsamen, Flohsamen, Sesam) sind ein Zwischending, da wir uns schon lange an den Verzehr und die Verdauung angepasst haben oder diese kleinen Samen zumindest zu einem Teil unversehrt wieder ausgeschieden werden. Nüsse wurden auch schon immer von Tieren als Wintervorrat gesammelt und versteckt, wodurch die Pflanze die Chance hatte, dass ein Teil des Wintervorrates vergessen wird und an einem entfernten Ort keimen kann. Das ist also eine Art Co-Evolution, die den Deal beinhaltet: “Iss meine Samen, aber lass ein paar übrig und verteile sie für mich.”

Die meisten LCHF-Gemüse sind entweder Blatt- (Salat, Spinat, Kohl) oder Fruchtgemüse (Tomaten, Paprika, Zucchini, Gurken). Radieschen, Rettiche und Kohlrabi sind eigentlich verdickte Stängel und von da her gering im KH-Gehalt.

Zwiebeln und Knoblauch sind auch als Speicherorgan angelegt, enthalten aber KH hauptsächlich in Forum von Inulin, das zwar als KH zählt, aber hauptsächlich als Ballaststoff ist und als Futter für die guten Darmbakterien wirkt. Zwiebeln sind für viele Tiere giftig, Primaten und Menschen verzehren sie aber schon lange ohne Probleme.

Außerdem gehören Kräuter, Gewürze (Pfeffer, Muskat, Zimt), Sprossen (Bambussprossen, Kresse, Rettichsprossen) und Pilze ins LCHF-Gemüsesortiment. Auf Sprossen von Pflanzen, die bei LCHF ausgeschlossen sind, verzichten wir selbstverständlich: Getreide und Hülsenfrüchte werden auch gekeimt nicht bekömmlicher.

Noch was vergessen?

Küchenkräuter: Thymian, Oregano, Rosmarin  (Wikipedia)
Meeresgemüse wie Kelp, Nori, div. Algen oder Queller sind - sofern erhältlich - auch geeignet. Tee (Kräutertee, schwarzer und grüner Tee) und Kaffee werden je nach individueller Verträglichkeit und Vorliebe auch eingeschlossen. Bei Wein (in Maßen) scheiden sich die Geister - manche lieben und vertragen ihn, andere müssen darauf verzichten aus gesundheitlichen Gründen oder weil er sich negativ auf das Körpergewicht auswirkt.

Einige Pflanzensamen - Nüsse und Früchte - sind durch ihren hohen Fettgehalt für unsere Ernährung besonders wichtig: Oliven, Kokosnüsse, Avocados und die Früchte der Ölpalme, denn sie enthalten überwiegend gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, die unserer Gesundheit nützen und bei der Kombination mit anderer Pflanzenkost die Aufnahme der Nährstoffe verbessern. Darum stellen sie neben den tierischen Fettquellen einen wichtigen Bestandteil unserer gesunden LCHF-Ernährung: Olivenöl, Kokosöl und rotes Palmöl und die Avocado als Bestandteil von Salaten und Saucen.

Freitag, 6. Mai 2011

Sterneköche: Starcookers' Loblied auf das Salz


Zur Zeit beschäftigt mich das Thema Salz und die Bedeutung für die menschliche Gesundheit. Dass Salz als wichtig für die tierische Gesundheit erachtet wird, ergibt sich schon allein aus der Tatsache, dass zur Viehhaltung immer auch ein Leckstein gehört, an dem die Tiere genüsslich und nur von eigenen Bedürfnis gelenkt lecken dürfen.


Da mein Mann in einem Salz-Unternehmen arbeitet, hat er auch mal aus einem Bergwerk wunderschöne Halit-Kristalle mitgebracht, die unsere Kinder gerne auch mal statt Bonbons als Lecksteine hernahmen. Ich habe sie da einfach machen lassen, diese glasklaren Salzstücke sind einfach faszinierend und werden schon seit der Antike hoch geschätzt und teuer gehandelt.


Bein Rumsurfen bin ich dann auch auf diese Texte der Starcookers gestoßen:


Grobes Salz
Salz ist göttlich

Neres, die griechische Göttin des Meeres, hatte Peleus, dem Vater des Achill, Salz als Hochzeitsgeschenk überreicht, so die Legende. Das weiße Mineral ist aber keinesfalls nur eine Göttergabe, sondern ein ganz profanes Mittel zum Leben.Salz reinigt, würzt und konserviert, es ist in der Suppe das Tüpfelchen auf dem „I“ und bringt selbst Packeis zum Schmelzen. Salz könnte man das Erdöl des Mittelalters nennen. Entlang der Salz-Handelsstrecken trieb der Wohlstand Früchte und wegen des „weißen Goldes“, wie dieses Mineral gelegentlich genannt wird, wurden sogar Kriege geführt.Genau genommen ist Salz nicht mehr als eine Verbindung aus Natrium und Chlor. Der eine Stoff ist ein aggressives Metall, der andere ein gefährliches Gas. In seiner natürlichen Form besteht Salz aber aus allen Elementen des Periodensystems. Ohne Salz wäre Leben nicht möglich, denn Salz regelt den Wasserhaushalt unseres Körpers und ist die Grundlage zum Funktionieren unseres Nervensystems. (weim)


Salz ist Meer
Meersalz

Bei der Salzgewinnung unterscheidet man drei Methoden:
Das Siedesalz ist ein Produkt, das durch Verdampfung von salzhaltigem Wasser entsteht. Das wertvolle Mineral kann durch Erhitzen von natürlich vorkommenden Salzlaken (Salinen) gewonnen werden. Da diese salzhaltigen Gewässer aber eher selten sind, hat sich eine wesentlich ergiebigere Variante durchgesetzt. In Salzgestein werden Hohlräume gebohrt und mit Wasser gefüllt, um das Mineral herauszulösen. Das so gewonnene salzhaltige Wasser wird anschließend wieder verdampft, zurück bleibt, das „weiße Gold“.

Steinsalz wird bergmännisch abgebaut. Mit geologischen Untersuchungen war man erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts in der Lage, Salzminen zu orten und dieses Wissen für den Bergbau zu nutzen. Heute werden schätzungsweise 70 Prozent des Weltverbrauchs aus Steinsalz gewonnen.

Die billigste und wahrscheinlich auch älteste Methode ist die Gewinnung von Meersalz in eigens dafür angelegten Salzgärten an Küstengebieten. In flachen Trocknungsbecken wird Meerwasser gesammelt, das unter Sonneneinstrahlung wieder verdunstet. Meersalz macht insgesamt nur 20 bis 30 Prozent der weltweiten Salzproduktion aus.

Bei dieser Methode lassen sich Verunreinigungen nicht vollständig vermeiden. Das graue Meersalz, auch Sel Gris genannt, verdankt so seine Farbe Ton- und Erdresten.

Als besondere Delikatesse gilt das Meersalz, das auf traditionelle Weise etwa in der Bretagne gewonnen wird. Das kostbare „Fleur de Sel“ macht aber weniger als 5 Prozent des gesamten Salzkonsums aus. Genaugenommen ist die Unterscheidung von Meersalz und Steinsalz nicht richtig. Denn auch das eingelagerte Mineral in den Bergen stammt letztlich von vertrockneten Meeren. Beide Salzarten bestehen zu fast 100 Prozent aus Natriumchlorid und beide enthalten nur in geringen Mengen Mineralstoffe und Spurenelementen, die bei einer täglichen Dosis von 8 Gramm nicht zu Buche schlagen.

Von fein bis grob

Bereits 1000 Jahre vor Christus begannen Kelten im ersten Bergwerk der Welt Salz abzubauen. In Hallstadt, einer kleinen Siedlung in den österreichischen Alpen, wurde über 600 Jahre Steinsalz gewonnen. Keltenstämme in anderen Regionen verschafften sich das begehrte Würz- und Konservierungsmittel aus natürlichen Salzwasserquellen. Diese Solen wurde in einer Wanne aufgefangen und auf einer großen Feuerstelle eingedampft. Möglicherweise geht damit einher die erste Umweltzerstörung von Menschenhand, denn ganze Wälder wurden dem begehrten „weißen Gold“ geopfert.

Salz hatte aber schon weit früher seinen Platz in der Kultur der Menschheit. Sumerer gebrauchten es zur Konservierung ihrer Lebensmittel und Ägypter mumifizierten ihre Toten mit Salz, das sie in Lagunen und Salzwüsten gefunden hatten.

Bevor Konservierungstechniken erfunden wurden, war das Natriumchlorit die wichtigste Methode zur Haltbarmachung von Fleisch, Fisch und Gemüse. Wer Salz hatte, brauchte die Not nicht zu fürchten. Man konnte für magere Zeiten vorsorgen. Der Handel, der Transport und die Verteilung brachten dazu noch Ruhm und Wohlstand. Bis zum 16. Jahrhundert war es alleine Fürsten, Bischöfen und Königen vorbehalten, mit Salz zu würzen. Um den Salzhunger zu stillen, blieb dem einfachen Volk häufig nur der Genuss von tierischem Blut.

Der Salzhandel wurde schnell zu einem lukrativen Geschäft. Spuren mittelalterlicher Salzstraßen finden sich noch heute. Als erste deutsche Salinenstädte erblühten Halle und Lüneburg.

Im Süden Deutschlands zerstörte Heinrich der Löwe kurzerhand die Isarbrücke seines Kontrahenten, des Bischofs Otto I. von Freising, und konnte die gewinnträchtige Salzstraße über seine eigene Brücke umzuleiten. Mit diesem Streich sicherte sich der Herzog die Zolleinnahmen und an der neuen Brücke entstand München, das sich innerhalb kurzer Zeit zu einer der bedeutendsten Salzhandelsstädte entwickelte.


Salz ist Leben
Grobes Salz


Dass es einen eigenen Geschmackssinn „salzig“ gibt, macht die Bedeutung deutlich. Salz ist lebensnotwendig, es reguliert den Wasserhaushalt des Menschen, bildet die Grundlage für das Funktionieren der Nervenfasern, außerdem ist der Stoffwechsel der Zellen durch die Salzkonzentration abhängig.

Jede kleinste Aktivität wird durch unser zentrales Nervensystemgesteuert. Die Nervenfasern können die Impulse jedoch nur dann weiterleiten, wenn die im Salz enthaltenen Elemente in ionisierte Form vorliegen.

Was in unseren Küchen stehen, ist in der Regel nur noch ein chemisches Produkt, bestehend aus den Elementen, Natrium und Chlorid. Salz in seiner natürlichen Form jedoch birgt alle 84 Elemente. Und diese sind nichts anderes als die in Urzeiten im Wasser gelösten Bestandteile unserer Erde. Durch maschinellen Abbau und chemische Bearbeitung werden die wertvollen Bestandteile, die kristalline Struktur und ihr Informationsgehalt unwiederbringlich zerstört. Dabei ist es gerade das natürliche Salz, mit all seinen Elementen, das unser Körper braucht, um perfekt funktionieren zu können.

Zuviel Salz ist ebenso ungesund wie zu wenig. Fünf bis zehn Gramm pro Tag sollte man zu sich nehmen, nicht mehr. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei weniger als einem Gramm Salz pro Tag das Kurzzeitgedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit nachlassen. Außerdem wird das Durstgefühl gestoppt, was zur Austrocknung führen kann.

Salzmangel kann also Folgen für unser Wohlbefinden haben. Die tatsächliche Gefahr dafür besteht allerdings hierzulande nicht, denn in industriell gefertigten Lebensmitteln versteckt sich mehr Salz, als wir benötigen. Alleine ein Esslöffel Sojasauce enthält bereit 3 Gramm.

Unsere Niere kann nur fünf bis sieben Gramm pro Tag ausscheiden. Sind es dauerhaft mehr, werden unsere Ausscheidungsorgane ständig überfordert. Die Folgen sind Übersäuerung, Ödeme und Ablagerungen in Gefäßen und Gelenken.

Salz ist also Leben, aber Salz ist nicht gleich Salz. Unserer Gesundheit zuliebe lohnt sich, genau hinzuschauen und aus einer kleinen Prise eine große Aktion zu machen.


Haben die das nicht schön gesagt? Deshalb habe ich das mal so übernommen.

Und tolle Rezepte finden sich auf den Seiten dort auch. Wer genau hinschaut, findet auch vieles was direkt oder nach kleinen Anpassungen für LCHF sehr gut taugt, z.B. 

Gebratener weißer Stangenspargel mit Morcheln und Bärlauch

Dienstag, 3. Mai 2011

Heute gab es wieder gedämpfte Eiersuppe als Spätstück



Hier mal von Google übersetzt:

Cremige Gedämpfte Eiersuppe
Dies ist eine Art Hybrid aus einem Omelett, das gedämpfte Ei Puddings, die in Asien sehr beliebt sind, und eine Suppe.
Es ist eine gute für die Familie, weil:
(A) es ist schnell und einfach zu machen;
(B) kann es zu jeder Mahlzeit gegessen werden - Frühstück, Mittag-oder Abendessen, und
(C) kann es erfüllen eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen, da jedes Familienmitglied eine persönliche Reihe von Zutaten wählen können und kochen das Essen im eigenen Schüssel.
ZutatenHier ist ein Beispiel Zutaten Satz: Eier, Sahne und Brühe Knochen (eine große Suppe, bekommen Knochen mit so viel Fett und Kollagen befestigt! wie kannst du); Schalotten, Tomaten und Garnelen.
Das Volumen der Sahne und Brühe sollte gleich dem Volumen der Eier. Wasser oder Milch für Brühe ersetzt werden, wenn es verfügbar ist. Andere Zutaten verwenden wir häufig sind Shiitake-Pilze, Zwiebeln, geräucherter Gouda oder Pecorino Romano, Paprika, Speck, Fleisch und Fisch. Nicht dargestellt sind Kräuter und Gewürze nach Geschmack.
Beginnen Sie mit dem Mischen der Eier, Sahne und Knochenbrühe:
Pour diese in eine Schüssel durch ein Sieb. Dieser bricht das Eiweiß in winzige Stücke, Mischen sie in den Fett-und Brühe und Verhütung Stücke von rohem Eiweiß aus, die in der Suppe.
(Habe ich mir erspart)
Dann mischen in den anderen Zutaten und Gewürze nach Geschmack:
Während Sie gerade dabei sind, starten Sie ein wenig Wasser siedet in einem Wok:
Sie benötigen einen Dämpfeinsatz in den Wok stellen, dies erhöht die Schalen über dem kochenden Wasser.
Wenn Sie einen großen Topf mit einem dampfenden legen haben, die ebenso gut funktionieren. Wir verwendeten den Wok, weil es eine Glasabdeckung hat, und wir können Bilder, wie es Köche nehmen.
Es kommt wie folgt aussehen:
Und hier ist es serviert:
Sie wollen kochen gerade lange genug - 5 bis 10 Minuten, je nach Größe der Schüssel - damit Protein gekocht wird.
Wir haben versucht, dieses Kochen in der Mikrowelle, aber es funktioniert nicht so gut schmecken: das Ei kommt härter.
Buffet-FamilienessenWenn nicht jeder hat den gleichen Geschmack in der Nahrung, aus Zutaten vom Buffet setzen und ihnen beim Aufbau ihrer eigenen Mahlzeit. Hier sind ein paar alternative Zutaten:
Unser Wok passt drei Suppentassen:
Dies ist, was das fertige Produkt aussieht:
Individuelle Schalen dauert ca. 5 Minuten kochen, eine große Schüssel etwa 10 Minuten.
BegleitungenFür eine vollständige Makronährstoffe in einer Mahlzeit, Kartoffeln oder Süßkartoffeln mit Butter oder saurer Sahne, oder Reis mit Seetang gewürzt und Gemüse wie Kimchi serviert neben sein. Wir kaufen bei einem asiatischen Supermarkt am Wochenende Kimchi und es entlastet uns vom Müssen Gemüse während der Woche zu machen.
FazitGedämpfte Ei Puddings sind sehr beliebt in China, Japan und Korea, aber sie sind in der Regel ohne Sahne oder Brühe gemacht - nur Eier, Wasser und Salz. Diese spezielle Version ist unsere eigene Erfindung, und wir denken, die Knochen Brühe, die Sahne und die zarte Textur der gedämpften Ei machen eine reizvolle Kombination.


Ich hatte das Rezept nach der Entdeckung bei http://perfecthealthdiet.com/ gleich mal als Frühstück ausprobiert: etwas Rinderbrühe, Butter, 4 Eier, Pfeffer, Salz, gemahlenen Koriander schön verrührt, etwas Frühlingszwiebel, Paprika und Chinakohl fein geschnitten, in einem tiefen Teller gemischt, Eiersuppe drüber gegossen und dann im Wok gedämpft (14 Minuten) - war das lecker! Und so einfach...

Heute dann noch mal mit Hühnerbrühe, Butter, 3 Eiern, 1 Frühlingszwiebel, Gartenkräutern und gekochtem Hühnerfleisch - schleck! Heute war die "Suppe" nach 10 Minuten fertig (stichfest), wohl weil ich den Teller im Wok vorgewärmt hatte, um die Butter darin zu schmelzen.

Mittwoch, 30. März 2011

Etwas Permakultur für unseren Garten, bitte...

Unser Garten rund um unser Haus ist wohl so ziemlich langweiliger deutscher Durchschnitt:


weder zugewucherte Unkrauthölle im Fichtenverschlag noch Herrn Gründlichs funkelndes Gartenjuwel... sondern irgendwo dazwischen.


Vorne nett aufgeräumt und eingezäunt und hinten einige wüste Winkel für Igel, Maus und Krabbeltiere. Etwas Gebüsch, Apfelbäume, Sträucher, Rosen, Rasen, Staudenrabatten, Beerensträucher, Spielgeräte, Komposthaufen (der eigentlich nur als Unkrautabladeplatz genutzt wird) und ein Kräuterbeet.


Wegen der hohen Nadelbäume auf den Grundstück hinter uns ist an ernsthaften Gartenbau nicht zu denken - alles voller dicker Wurzeln und im Sommer knochentrocken - die Bäume saugen alles Gießwasser augenblicklich auf.


Den Winter über brüte und grüble ich, wie ich dieser Situation und meinem gartenkonservativen Gatten doch noch das eine oder andere produktive Grün entlocken könnte.


Mein Traum wäre natürlich etwas in dieser Richtung:







*seuftz*


Realistischer Zwischenschritt wäre da wohl die Neuanlage eines Hochbeets und einer Kräuterspirale...






http://www.kraeuter-welt.de/anbau/beete/hochbeet-bauen-bauanleitung.html


Mal sehen, was es nun wird...

Freitag, 4. Februar 2011

Noch ein Kiki-Frühstück: Spanisches Omlette

Heute war mir mal nach Abwexlung auf dem Frühstücksteller.






Butterschmalz in die blaue Emma, auf mittlere Hitze einstellen, 1 kleine Zwiebel und 1 kleine Paprikaschote in Streifen schneiden und ins heiße Fett werfen (Vorsicht! Kann spritzen...)


Etwas Farbe annehmen lassen, mit Salz, Pfeffer und Kräutern nach Geschmack würzen, gelegentlich umrühren.


Nebenbei 3 frische Bio-Eier mit etwas Salz, Pfeffer, Schnittlauch und Petersilie würzen und im Eierschüttler kräftig schütteln. Eierpampe über die angebruzzelten Gemüsestreifen gießen, Deckel auflegen, Temperatur runterschalten und stocken lassen. Wenn es am Rand anfängt zu bruzzeln, ist das Omlette gar. Wer mag, kann sich noch scharfe Spanische Wurst drüberschnippeln oder Schafskäse oder anderen Käse drüberbröseln. Dann zusammenfalten und auf den Teller legen - genießen.


Neben dem Teller lag bei mir heute dies:






Sind diese riesigen Puschelohren nicht süüüüß? Da greift man doch gerne mal zur Motorwelt. 


Ich suche ja nach einem neuen gebrauchen Auto: Fabia? Focus? Astra? Welchen Kombi soll ich nehmen?

Mittwoch, 12. Januar 2011

Lecker Lecker Rosen-Pü!

Gerade gab es Abendessen:

Schmalzgedünstetes Kasseler Kotelett mit Rosenkohlpüree.

Eigentlich sollte es ganz gewöhnlichen Rosenkohl mit Butter geben, aber als ich ihn abgegossen habe, war er doch etwas weicher, als ich ihn für gewöhnlich esse. Als ich dann die Butterstückchen mit den Köhlchen verrühren wollte, kam mir die Idee, aus dem trauigen halb zerfallenden Gemüse ein Rosenkohlpüree zu machn. Einfach etwas Muskat darüber gerieben, nachgesalzen und mit dem Zauberstab ein mal gründlich durchgezaubert. Fertig!



Über das ganze Gericht kam dann noch das warme Schmalz aus der Pfanne.

LÄÄÄKKKKAAAA!!! (wie Sudda Sudda wohl anmerken würde)






Sonntag, 12. September 2010

Statt Kuchen

gab es heute einen Rest Gulasch mit in Butter gebratenem Blumenkohl:






Frühstück war ausgefallen mangels Appetit - da gab es nur 2 Tassen Darjeeling.


Der Teller ist übrigens Teil meines aktuellen Lieblings-Service aus Keramik. 


Das habe ich beim googlen mit meiner Tochter ganz zufällig gefunden und mich sofort verliebt.


Einzigartig bunzlauergrosshandel.de Tradition 10



Das ergänze ich mir so nach und nach. Die Teile sind zwar aus Keramik, aber so hochwertig, dass sie auch in die Spülmaschine und in den Backofen dürfen.


Das Geschirr nistet noch in einem kleinen Nebenfach im Esszimmerschrank - aber wer weiß, wie sich das da im Dunkeln vermehrt? *hoff*


Danach habe ich mir noch einen schönen Pott von Eiermilchkaffee gegönnt.