Donnerstag, 16. September 2010

Mal was neues auf den Teller:

Scott Beale / Laughing Squid

Echt Paleo  - aber ob das mit MHD wirklich noch eingehalten werden kann?

Wo ist LCHF, wenn ich mal was wichtiges ins Tagebuch zu schreiben hätte?


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Mittwoch, 15. September 2010

Frisch eingeweckt: fette Hühnerbrühe

Hier meine heutige Ausbeute:




Feinstes Hühnerbrühkonzentrat nur aus Hühnerkarkasse, Wasser, Meersalz, Suppengrün und Kräutern.

Gattenabfütterung: Antipasti-Teller

Eben auf die Schnelle zusammengeklöppelt:


Tiroler Speck, Mozzarella, Pepperoni, Zwiebeln, eingelegt getrocknete Tomaten, Olivenöl und Balsamico

Gatte isst gewissermaßen Lower-Carb, denn dazu gab es noch ein Stück frisches Holzofenbrot.

Bäuerliche Riesen-Poularde: ein Genuss!


Vor Weihnachten hat mir die Nachbarin eine Freiland-Poularde von 3,4 kg Gewicht mitgebracht. Das Tierchen ist so halb bio auf einem kleinen Bauernhof aufgezogen worden.

Es wanderte dann erst mal in die Tiefhühltruhe und sollte vor Weihnachten als Coc au Vin zubereitet werden - für Gäste. Leider wurde da nix draus... Schneefall oder so.

Jetzt endlich habe ich sie Sonntag Abend aus der Versenkung gezogen und erst mal 2 Tage im Kühlschrank auftauen lassen. Gestern habe ich sie halbgefroren zerlegt in Brust, Flügel, Keulen, Rücken und Karkasse.

Die Karkasse und die Innereien wanderten in einen großen Suppentopf zusammen mit Suppengrün, Meersalz und Kräutern.

Die Brust mag ich nicht und habe sie gleich wieder eingefroren - der Rest der Familie ist eigentlich nur Brust, die gibt es dann am WE.

Flügel ohne Spitzen, Keulen und Rückenstücke habe ich im Ofen nur mit Salz und Pfeffer braungebraten. Die Flügelchen und 1 Keule habe ich zu Mittag geschafft. Satt.

1 Rückenteil gab es mit 1/2 Avocado, Majo und 1 Rückenstück gestern Abend. Satt.

Heute habe ich die Brühe abgegossen (schöne Fettschicht) und in Gläsern eingeweckt. Den Rest Brühe gab es als Mittagessen mit etwas Kleinfleisch und Innereien. Davon steht jetzt noch ein großer Teil im Kühlschrank.

Der Geschmack ist so unglaublich gut! Wie bei Oma damals... Auch das Fleisch lässt sich keinesfalls mit dem der erbärmlichen Industriehähnchen vergleichen. Viel würziger, fester und aromatischer.

Auch die Brühe schmeckt ohne weitere Zutaten einfach nur köstlich. Sonst habe ich mich immer gewundert, warum die Brühe aus den konventionellen Hühnern so säuerlich und irgendwie komisch schmeckt. Ob ich etwas falsch machte? Die Zutaten waren die gleichen wie bei Oma damals...

Auch der Geruch aus diesen unsäglichen Hühnchengrillwagen ist einfach nur zum Würgen... Ganz anders als früher beim Hähnchen-Franz, einer spezialisierten Gaststätte in meiner Kindheit.

Defintiv liegt der Geschmack (und Geruch) in der Qualität von Huhn/Poularde/Hähnchen begründet!

Bald werde ich die Frau Nachbarin wieder darauf ansprechen.

Warum wir fett werden und was dagegen zu tun ist


Gerade flatterte mir dieser Artikel ins E-Mail-Fach, der sich auch um unser Thema dreht:
http://thepaleodiet.org/how-we-get-fat/
Zentrale Aussage ist:
Wenn die Abnahme trotz normaler Paleo/LCHF-Ernährung stockt, liegt ein gestörter Metabolismus vor.
Der kann aber wieder in die richtige Richtung gedreht werden, wenn folgende Regeln beachtet werden:


Ich empfehle auch den Verzicht auf Früchte, Nüsse oder stärkehaltige Gemüse. Nüsse und Samen haben einige den Darm und die anderen Verdauungsorgane reizenden Eigenschaften (Lektine) und oft ein sehr schlechtes Verhältnis omega-6/omega-3. 


Ein gutes Verhältnis von Omega-6 zu omega-3 ist umso wichtiger, wenn Sie metabolisch gestört sind. Darum empfehle ich, die Aufnahme von mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf ein Minimum zu halten und als Ergänzung 1 oder 2 Gramm eine gute Qualität Fischöl jeden Tag einzunehmen, um die Fettsäuren in der richtigen Balance zu halten . Empfehlenswert ist außerdem, nur mit Gras gefütterte Tiere und wild lebende Fische zu essen. Gras-Wiederkäuer - wie Rind, Bisons und Lamm haben ein besseres Verhältnis omega-6/omega-3 in ihrem Fett als Schweinefleisch und Huhn, auch wenn sie gut gefüttert wurden.


Keines der problematischen neolithischen Lebensmitteln sollte verzehrt werden. Dies umfasst alle mit Getreide, Hülsenfrüchten, pflanzlichen Ölen, Zucker und eventuell sogar Molkereiprodukte. 


Aus dem Original-Artikel - aber wo gibt es Weide-Speck?
Ihre Ernährung sollte daher etwa 75-80% Fett, 20-25% Protein und 0-5% Kohlenhydrate enthalten. Diese Diät ist auch langfristig gesund, denn Sie erhalten alle Nährstoffe, die Sie benötigen aus Muskelfleisch, Innereien, hochwertige tierische Fette, Fisch, Schalentiere und hausgemachte Suppen aus Knochen. Unsere Vorfahren in den meisten Regionen der Welt aßen wahrscheinlich eine sehr ähnliche Kost.




Ihre Fett-Quellen sollten überwiegend tierisch sein. Butter, Talg, Schmalz, Entenfett und Eigelb sind einige Beispiele. Kokosöl ist auch gut, sowie nicht erhitztes natives Olivenöl.


(frei übersetzt nach bestem Verständnis)


Eine Ernährung, die einen gestörten Stoffwechsel korrigieren kann, setzt sich also optimaler Weise als folgenden Lebensmitteln zusammen:
Eiweiß:
Weide-Rindfleisch
Wild (Reh, Hirsch, Wildschwein)
Wildgeflügel
Seefisch (kein Aquafarming)
Süßwasserfische (keine Zuchtfische)
Meeresfrüchte (kein Aquafarming)
Lamm
Schaf
Ziege
Eier (von möglichst natürlich gefütterten Hühnern - wenig Getreidefutter)


Fette:
Fett der genannten Tierarten
Butter aus Weidemilch
Fette Milchprodukte aus Weidemilch (sofern gut verträglich)
Kokosöl
Olivenöl
Avocado


Pflanzenkost:
Oliven
Kokosnuss
Blattgemüse
Blattsalate
Kohl
Blumenkohl
Kohlrabi
Fenchel
Radieschen und Rettich
Gurken
Spargel
Pilze
Zwiebeln
Knoblauch
Kräuter
...und andere stärke-, zucker- und fruktosearme Gemüse, alles in moderaten Mengen, ehr als Garnitur und Gewürz zum Essen: 0 - 5% der aufgenommenen Kalorien.


Ach, wenn es in Deutschland nicht so schwierig und teuer wäre, an geeignetes Fleisch zu kommen...

Montag, 13. September 2010

Eiermilch und Zauberstab

...gehören für mich zusammen. Zwar kann Eiermilch auch im Laden gekauft werden, aber ich mache sie lieber selber frisch.

Und so geht es:

150 ml flüssiges Kokosfett oder Kokosöl nativ (schmeckt exotischer)
3 frische Bio-Eier (oder zumindest freilaufende Eier)
kochendes Wasser

Die Eier in das laue Kokosfett schlagen, mit dem Zauberstab (oder Mixer oder Pürrierstab) vermischen.

 

Derweil kocht das Wasser im Kocher auf.

 

Bei laufendem Zauberstab mit dem kochenden Wasser auf 750 ml auffüllen, dabei weiter mixen, bis sich ein schöner Schaum bildet und die Eiermilch dampft.

Fertig.


Nun eine Schwupp heiße Eiermilch in den Milchkaffeepott gießen und mit heißem Kaffee auffüllen und genießen. Der Rest kommt für künftigen Genuss in eine saubere Flasche, die sofort in den Kühlschrank wandert. Dort hält sich die Eiermilch mindestens 3 Tage. Vor Gebrauch gut schütteln, da sich unten etwas Flüssigkeit und oben die etwas fettigere Phase absetzen kann.

Statt Kokosfett lässt sich auch Butter oder Butterschmalz verwenden, statt ganzen Eiern funktioniert das Rezept auch nur mit den Eigelben.